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Kuba 2015

16.7. ˡ 17.7. ˡ 18.7. ˡ 19.7. ˡ 20.7. ˡ 21.7. ˡ 22.7. ˡ 23.7. ˡ 24.7. ˡ 25.7. ˡ 26.7. ˡ 27.7.

Zuhören sieht einfach aus, ist es aber nicht.
kubanisches
Sprichwort

 

Samstag, 18.7.2015
Havanna - Santiago de Cuba
 

Weckzeit ist wieder halb sieben. Die Sonne geht auf und das gestrige Regenwetter ist erst mal vergessen. Wir sammeln unsere Sachen zusammen, denn nachher geht's auf in die Innenstadt Havannas.

Nach dem wieder leckeren Frühstück startet 8.20 Uhr unser Bus.

Gleich früh besichtigen wir ein Rum-Museum und erfahren viel Interessantes über die Herstellung des berühmten Nationalgetränkes HAVANA-CLUB.

Havanna ist seit 1992 UNESCO Weltkulturerbe und seither wurden schon viele der zerfallenen Häuser restauriert. Ich bin tatsächlich sehr angenehm überrascht über den Zustand der Stadt. Sicher gibt es noch sehr viel zu tun, es geht aber voran (Müll liegt nirgends herum). Da, wo Häuser nicht mehr zu retten waren, sind kleine Mini-Parks entstanden. Bisher gab es wohl so gar kein Grün in der Innenstadt, nun sind viele kleine Oasen zu finden. Irgendwann haben wir im Anschluss der gemeinsamen Besichtigungstour endlich zehn Minuten Zeit und dürfen uns selbst umschauen. Wir sehen uns die berühmt Bar La Bodeguita an, in der Hemingway seinen geliebten Mojito getrunken hat und fallen dann in ein kleines Geschäft ein. Wir kaufen ein paar kleine Musikinstrumente und laufen zum Treffpunkt zurück. Leider ist unsere Gruppe schon weg. Na toll! Kann der Reiseleiter nicht zählen!? Anja wartet am Treffpunkt und ich laufe auf gut Glück los, in der Hoffnung ein bekanntes Gesicht zu finden. Nichts! Dafür entdecke ich eine ganze Reihe wartender Busse und vermute unseren darunter. Ich eile zu Anja zurück. Wir teilen uns in "zwei Gruppen", einer geht links- und einer rechtsherum (es führen zwei Wege zum Ziel), um den uns vielleicht suchenden Reiseleiter nicht zu verfehlen. Tatsächlich finde ich den Bus und kurz darauf kommt Anja, der der Reiseleiter in die Arme gelaufen ist. Da alle anderen schon im Bus sitzen, starten wir sofort.

Wir landen in einem italienischen Restaurant zum Mittagessen. Es gibt Fisch, Hühnchen, Schwein oder Pizza. Wir entscheiden uns für Hühnchen und sind mit der Wahl sehr zufrieden. Es schmeckt lecker. Zum Nachtisch gibt es Tiramisu und Eis. Dann wird es spannend. Wir müssen zum Flughafen. Unser Inlandflug soll uns 16.30 Uhr 1000 km weit ans andere Ende der Insel bringen.

Es stellt sich heraus, dass wir auch von einem Inlandflugplatz starten. Mitten im Nirgendwo steht eine Baracke. Hier sollen wir unser Gepäck aufgeben und einchecken. Vorher werden wir belehrt: Der Koffer darf natürlich auch hier nicht mehr als 20 kg wiegen. Jedes Kilogramm mehr kostet 1 CUC (peso cubano convertible). Vielen spielt offensichtlich die hohe Luftfeuchtigkeit einen Streich. Obwohl nichts dazu gekommen ist, wiegen die Koffer bis zu 3 kg mehr. Jegliche Flüssigkeiten dürfen natürlich nicht im Handgepäck mitgeführt werden. Auch mich erwischt es bei der Handgepäckkontrolle. Ich habe mein Mückenspray vergessen, darf aber selbst in den Katakomben, von wo aus die Koffer in den Flieger gelangen, meinen suchen und es noch umpacken. Die Raucher trifft es noch härter. Allen werden die Feuerzeuge abgenommen und die dürfen nicht in die Koffer. Da uns vermutlich mindestens noch zwei Stunden Wartezeit bevorstehen, gucken manche ganz schön geknickt.

Im "Boardingroom" sind überall Schilder: Don't smoke! - Ja, wie denn auch!? Dann gibt es eine tolle Überraschung. Es gibt eine "Raucherlounge" und das Bodenpersonal (3 Leute) verborgt die eben eingezogenen Feuerzeuge freundlicherweise wieder.

Unsere Maschine kommt gegen halb fünf, nach zweistündiger Wartezeit, an. Es ist eine uralte Propellermaschine. Ich will gar nicht wissen, wie alt sie schon ist. Drinnen ist es zunächst brütend

heiß und Platzangst sollte man auch nicht haben. Links und rechts sind je zehn Doppelplätze aber nur je drei Fenster. Dröhnend geht es los und tatsächlich erhebt sich der Vogel in die Luft. Jetzt kommt die Klimaanlage ins Spiel und es wird bitter kalt. Da wir kein Fenster haben, verschlafen wir fast die ganzen nächsten zwei Stunden. Auch die Landung klappt und wir steigen erleichtert in den wartenden Bus.

Unser neues Hotel „Versalles“ ist im Bungalowstil gehalten. Auf den ersten Blick ist es hübsch - aber es ist ja auch schon dunkel. Das Zimmer ist so lange schön, bis wir in den Ecken und auf meinem Bett Kot-Reste finden. Mäuse? Vögel? FLEDERMÄUSE??? Iiihhh! Was soll's! Da müssen wir durch.

Da wir Hunger haben, entscheiden wir uns, erst zu essen und dann zu duschen. Es gibt Rind- und Schweinefleisch, Kuchen, Grünzeug und Obst. Sogar Maracuja ist dann auf meinem Teller. Habe ich vorher noch nie gegessen. Anja ist nicht begeistert und begnügt sich mit Brot. Durch das Restaurant segelt plötzlich ein ca. 10 cm großes Flattertier. Es ist ein (für uns) riesiger Nachtfalter. Dann gehen wir duschen, denn ab um neun soll es noch eine Show für die Hotelgäste geben. Die lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Sechs junge Tänzerinnen und Tänzer sowie zwei Sänger verschönen uns den Abend. Ich trinke Mojito und Anja Cuba Libre. Leider ist die Discomusik danach so laut, dass wir entscheiden, ins Zimmer zurück zu kehren. Auf dem Weg liegt die Nachtbar des Hotels. Da erstehen wir noch einmal zwei Getränke. Zuerst darf ich sogar den Rum dazu pur verkosten. Es ist eine dreijährige einheimische Sorte und ich gebe mein Ok. Havana Club kann ich schließlich auch zu Hause trinken. Wir lassen uns die Drinks auf dem kleinen Balkon am Zimmer schmecken und quatschen noch ein bisschen. Gegen um eins fallen wir todmüde ins Bett.
 

zum 19.7.

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