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Breslau ˡ Prag

Der Teufel ist nicht so schwarz, wie man ihn malt.
polnisches
Sprichwort

30.9.2016
Nachdem wir uns durch einige polnische Staus geplagt haben, kommen wir gut in unserem Boutique SOLO Hotel in Wroclaw an und machen uns gleich noch auf den Weg ins Zentrum. Andreas hat bei der Buchung darauf geachtet, dass wir eine Straßenbahnhaltestelle in unmittelbarer Nähe haben. Das Problem ist nur, dass es weder in den Bahnen noch an den Stationen Pläne gibt, an denen wir uns orientieren könnten. So steigen wir am Hauptbahnhof aus und finden uns von hier ins Zentrum, genießen das abendliche Flair und suchen uns ein gemütliches Restaurant zum Draußensitzen. Da wir nicht wissen, welche Bahnlinien in unsere Richtung fahren, laufen wir sicherheitshalber zum Bahnhof zurück und laden im Hotel als erstes eine entsprechende Karte herunter, damit wir für morgen besser vorbereitet sind.
 
1.10.2016
Auf das Frühstück im Hotel haben wir verzichtet; für unseren Kaffee kehren wir beim gelben M ein und in der großen Markthalle gibt es leckere Snacks (Kabanossis nach altpolnischem Rezept, Pferdewurst, Obst und frische Säfte). Unterwegs genießen wir natürlich wieder die wunderbare Altstadt, schauen uns auch das Rathaus an, das aber von außen viel spektakulärer ist.
Auf dem Weg zum Breslauer Dom werden wir von einem Werber auf die Schifffahrt aufmerksam gemacht und lassen uns zu einer kleinen Runde auf der Oder überreden - das machen wir gerne!
Über die Brücke der Liebenden, die mit vielen vielen Schlössern behängt ist, kommen wir dann ins "Kirchenviertel". Die Bauten sind natürlich sehr beeindruckend, die Innenräume aber nichts besonderes. Wir merken wieder einmal, dass wir vermutlich ein wenig übersättigt sind und bummeln lieber wieder zurück ins Stadtzentrum.
Gleich neben einem Ökojahrmarkt schauen wir uns noch eine Kirche an - ich würde ja gerne auf die Türme hochklettern - von einer Brücke, die beide verbindet, soll man eine tolle Aussicht haben. Andreas ist aber vernünftig genug, mich davon abzuhalten. Also trinken wir lieber Rebellenbier. Das ist so lecker, dass wir eine längere Pause einlegen, bevor es weiter in Richtung Marktplatz geht. An den schönen alten Häusern rund um das Rathaus kann ich mich gar nicht satt sehen. Im Gartenrestaurant Konspira gibt es ein leckeres Abendessen, das ein wenig zu reichlich ausfällt. Deshalb verzichten wir auf die Straßenbahn und nutzen den Weg zum Hotel für einen Verdauungsspaziergang.
 
2.10.2016
Gemeinsam mit gefühlt ganz Breslau besuchen wir heute den Zoo. Da wir ja inzwischen besser informiert sind, wissen wir, welche Straßenbahnlinie dorthin fährt, müssen aber erst einmal zwei Stationen laufen, weil wir nur 30-Minuten-Tickets haben und die Fahrt sonst zu lange dauern würde.
Der Zoo ist super - alles ist sauber. Den Familien stehen kostenlose Bollerwagen zur Verfügung; uns fällt auf, dass sich die Kinder ordentlich betragen, also gut erzogen sind. Auf dem Nichtrauchergelände gibt es viele Versorgungsstationen zum Pausieren und natürlich auch ein paar Raucherecken. Wir spazieren durch die europäische, afrikanische, asiatische und indonesische Fauna - sehen Löwen, Nashörner, Giraffen, Zebras, verschiedene Vogelarten (ich bin fasziniert davon, wie Enten von unten aussehen), Bären, Wölfe, Reptilien, Fische und finden dabei wieder mal ein Tier, das uns bisher unbekannt war: ein Hornrabe aus dem südlichen Afrika steht in seinem Käfig und schaut uns an. Dann wandert er nach hinten und wir denken, er wollte in Ruhe gelassen werden - aber nein, er bringt sein Futter, ein kleines flauschiges (zum Glück schon totes) Küken nach vorn, um es in unserer Gesellschaft zu verschlingen. Das Afrykarium, einen großen Pavillon, in dem die afrikanische Unterwasserwelt nachgestaltet ist, heben wir uns zum Schluss auf und sind total begeistert.
Was uns auch fasziniert ist, dass an vielen Stellen in Bild- und Schriftform über die deutsche Vergangenheit des Zoos berichtet wird - ganz ohne Berührungsängste, Hassgefühle oder Negativwertung.
 
Gleich gegenüber ist die Jahrhunderthalle, die wir uns auch noch anschauen wollen. Den Eintrittspreis bezahlen wir deshalb unbesehen und landen mitten in einer Katzenausstellung, was ich auch sofort in meiner Nase spüre.
 Damit halten wir uns also nicht lange auf; hinter dem Gebäude spazieren wir unter einer Pergola entlang, fliehen vor dem beginnenden Regen in ein Terrassenrestaurant und erleben hier noch ein tolles Wasserspiel mit Lichteffekten und schöner Musikuntermalung.
 
3.10.2016
Es regnet immer noch und sieht nicht so aus, als würde es demnächst aufhören wollen. Wir fahren also mit der Straßenbahn erst einmal zur Markthalle und kaufen dort die leckeren Kabanossis als Vorrat für zu Hause. In der Galeria Dominikanska, einem benachbarten Einkaufszentrum gibt es nicht viel zu bummeln; also fahren wir zum Magnolia-Park - einem größeren Einkaufszentrum, finden hier aber auch nichts, was uns gefällt. Ein ungemütlicher Innenstadtbummel bringt uns nur zu der Überzeugung, dass das alles bei Regen keinen Spaß macht.
 
4.10.2016
Durch Polen nehmen wir den schnellstmöglichen Weg auf der Autobahn in Richtung der tschechischen Grenze.

 

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