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Riga 2014

Wer langsam geht, kommt heil an.
lettisches
Sprichwort

5.7.2014
Nach etwa 12 Stunden Fahrt von Moskau aus kommen wir in unserem Wellton-Hotel im Zentrum Rigas an. Unser Auto bekommt gleich nebenan einen bewachten Parkplatz.

Wir gönnen uns nur eine kurze Pause und bummeln dann gleich in die Stadt, suchen uns ein Lokal zum Draußensitzen, in dem wir von sehr kreativen Gerichten äußerst angetan sind: Tomaten und Mozzarella mit geräucherter Forelle und Spinatblättern; Salat aus frischen Spinatblättern mit Schinken, Pilzen, Kresse, Parmesankäse und Erdbeeren; eine Ingwer-, Lammsuppe mit grünen Linsen und Gemüse; gegrillten Blumenkohl mit einer Spinatcremesoße und gerösteten Mandeln. Dazu trinken wir einheimischen Sider, bezahlen insgesamt 34 Euro, sind jetzt satt, zufrieden und auch ein bisschen faul.
Trotzdem wandern wir weiter, lassen uns aber schnell von zwei jungen Damen für eine Bootsfahrt auf dem Kanal und der Daugava überreden. Wir lieben Bootsfahrten und entdecken unterwegs natürlich einige Ziele, die wir uns morgen noch einmal genauer anschauen wollen.
In dem Park an der Anlegestelle probieren wir einheimisches Bier - das Schwarze ist etwas lasch, das Helle dafür umso kräftiger. Uns schmecken beide ganz gut. Irgendwann locken uns Musikklänge, die sehr an das Militärmusikfestival auf dem Moskauer Roten Platz erinnern, von dem wir drei Mal so begeistert waren. Und tatsächlich marschieren um die Freiheitsstatue herum Militärmusikkapellen aus Deutschland, Norwegen, der USA und Lettland auf.
Unser bisheriger positiver Eindruck der Menschen bestätigt sich hier. Es sind keine Absperrungen nötig! Die Zuschauer halten einen sinnvollen Abstand und folgen der letzten Kapelle zum Aufstellplatz. Hier zeigt ein offizieller Anzugträger an, welcher Abstand eingehalten werden soll und dem folgen alle ohne Widerrede oder Diskussion. Es ist ein wunderbar angenehmes Gefühl. Bald geben wir aber den armen lahmen Knochen nach. Nachdem wir auf dem Rückweg zum Hotel bei einigen Restaurants den Fußballstand verfolgen konnten und ich weiß, dass Argentinien mit 1:0 gegen Belgien gewonnen hat, bin ich aber doch zu müde für die Niederlande gegen Costa Rica. Jetzt wird geschlafen.
 
6.7.2014
Wir bekommen ein Sektfrühstück!!! Das gefällt uns! In und um die ehemaligen Flugzeughallen, die während des 1. Weltkrieges von der kaiserlichen deutschen Armee für ihre Luftschiffe genutzt wurden, befindet sich jetzt der Zentralmarkt Rigas.
Er ist unglaublich groß - es wird geschätzt, dass er täglich von 80.000 bis 100.000 Menschen besucht wird. Wir brauchen einige Stunden, um alles anzusehen und stellen dabei fest, dass während in Riga für Touristen hauptsächlich englisch gesprochen wird, der Markt vom Russischen beherrscht ist.
Da unser Heimkehr-Auto brechend voll ist, können wir nichts kaufen als eine Fischwurst, eine Flasche Schwarzbier und ein bisschen Kuchen für den Sofortverzehr, was bei den verlockenden Angeboten (Wurst, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Getränken, Brot, Honig, Gebäck, Gewürzen, Souvenirs, Handarbeiten, Kleidung, Drogerieartikeln, Pflanzen - also eigentlich allem) äußerst tragisch ist.
Gleich nebenan ragt die mit 21 Stockwerken eher kleine Stalinschwester in den Himmel - hier ist die Akademie der Wissenschaften untergebracht und ein gestrenger Einlasswächter passt auf, dass wir nicht hineinhuschen. Schon das Foyer ist aber bei weitem nicht so prunkvoll wie bei den sieben großen Geschwistern in Moskau.
Wir wollen den erstaunlich deutschlastigen Touristenströmen ein bisschen entfliehen und schauen uns die wunderschön restaurierten Häuser der Altstadt inmitten von erholsamen Parkanlagen an; in einigen sind sogar Botschaften untergebracht, besondere Sicherheitsvorkehrungen sind aber nicht zu erkennen. Unterwegs sehen wir einige City-Tour-Busse. Das wär eine tolle Sache, weil uns so langsam die Füße qualmen. Leider finden wir keine Startstation.
Also ändern wir das Ziel und suchen ein Lokal fürs Abendessen. Für gutes Futter und eine schöne Draußensitzgelegenheit sind wir durchaus bereit, etwas mehr zu bezahlen, aber die Angebote sagen uns wieder einmal überhaupt nicht zu. Also landen wir wieder in dem Restaurant von gestern. Weil er so lecker war, nehme ich noch einmal den Spinatsalat, heute gibt es dazu eine Gemüsecremesuppe mit Basilikumpesto, einer Cherrykremsoße und gerösteten Kürbiskernen, Nudeln mit Meeresfrüchten und Tigergarnelen, Nudeln mit Spinat, Pilzen und Hühnchen und ein gebratenes Entenbein mit Erbspüree, Spargel und Gemüse.
Obwohl ich eigentlich wirklich satt bin, kann ich mich heute nicht beherrschen und probiere noch das Schokoladenfondant mit Vanilleeis und Früchten zum Nachtisch - es ist ein Traum!
 

 

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