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Prag Februar 2016

Wo man Bier braut, da lässt sich's gut leben.
tschechisches
Sprichwort

14.2.2016 - 21.2.2016
Prag ist eine unserer Lieblingsstädte - in dieser Woche logieren wir im Hotel Alton.
Wie immer verschlafen wir das Frühstück, weil wir wieder die gute tschechische Küche und natürlich auch das hausgemachte Bier der umliegenden Kneipen genießen wollen.

 

14.2.2016 Weil es beim letzten Mal so schön war, starten wir wieder im U Medvidku. Diesmal ist die Haxe nicht so lecker, weil sie schon ganz schön zerkocht ist. Passend zum Datum probiere ich das mit Honig verfeinerte Valentinsbier; Andreas trinkt ein dunkles Budweiser. Beide Biere sind sehr lecker. Ein helles Budweiser und ein dunkles Oldgott schmecken eher langweilig. Außerdem sind die Gläser wieder einmal nur halbvoll, also gehen wir bald wieder.
15.2.2016 Der Prager Zoo soll der viertbeste der Welt sein. Nachdem wir den heutigen Tag dort verbracht haben, können wir das nur bestätigen. Er ist zum einen nach Erdteilen, zum anderen aber auch nach Tierarten geordnet. Einziges Pech ist, dass das Afrikanische Haus wegen Bauarbeiten geschlossen ist. Sehr besucherfreundlich sind viele kleine Pausenstationen mit erschwinglichen Kioskangeboten.
Zum Abendessen kehren wir im Pivovarský Dum ein. Hier gibt es leckeres Essen und eine erste Bierverkostung mit Nessel-, Bananen-, dunklem, hellem, Kaffee-, Kirsch-, Weizenbier und dem Special des Monats - einem Indian Pale Ale (IPA), das mir am besten schmeckt.
16.2.2016 Wir probieren uns weiter durch die tschechischen Lokalitäten - die meisten haben Nichtraucherbereiche; aus den Raucherkneipen stürzen wir gleich wieder hinaus.
Im Strahovsky-Kloster kehren wir zuerst im Peklo, einem Lokal im Kellergewölbe ein. Die Luft ist äußerst drückend. Das dunkle Bier ist sauer - Andreas trinkt es aber tapfer aus. Mir schmeckt das IPA wieder sehr gut.
Im Klasterny Pivovar Strahov testen wir wieder leckere Sorten: geräuchertes Porter, dunkles Weizenbock und IPA. Es ist eine richtige Touristenkneipe, daher auch relativ teuer - aber die Gläser sind ordentlich gefüllt, wir können einem Mitarbeiter beim Bedienen der Brauanlage zusehen und die Suppen (Gulasch, Zwiebel) schmecken gut. Wir sind also sehr zufrieden.
Vom Kloster aus spazieren wir zum Aussichtsturm Petrin, einem verkleinerten Nachbau des Pariser Eiffelturms, fahren mit dem etwas wackligen originalen Aufzug von 1891 nach oben (wir haben Glück, denn wäre es etwas windiger, würde er nicht nutzbar sein) und bestaunen oben die tolle Aussicht.
Gleich nebenan befindet sich das Spiegellabyrinth; es ist klein aber durchaus faszinierend. Außerdem gibt es einen Raum mit Zerrspiegeln. Hier haben wir gemeinsam mit den anderen (größtenteils deutschen) Touris einen Heidenspaß - es erinnert an Kinderzeiten, als diese Spiegel noch zu jedem Rummel gehörten.
Auf dem Rückweg in die Stadt kommen wir an blühenden Obstbäumen vorbei - ein Stückchen Frühling im Februar - herrlich!
Im U Krize trinkt Andreas wieder gutes Bier und ich einen richtig leckeren Apfelsaft mit Fruchtstücken. Seine Gulaschsuppe schmeckt gut und ich hab eine tolle ganz frisch zubereitete Tomatensuppe.
Da wir beim letzten Besuch im U Fleku so von den halbgefüllten Biergläsern enttäuscht waren, kaufen wir diesmal nur eine Flasche zum Mitnehmen und kehren im benachbarten U Karla ein. Es gibt nur relativ langweiliges Pilsnerbier; die Gulasch- und Knoblauchsuppe sind ok.
Matthias erzählte uns von einer Kneipe - gleich beim U Fleku um die Ecke. Wir machen uns natürlich auf die Suchen und finden das U Bubenicku. Hier gibt es für Andreas ungefiltertes Gambrinus, Gulasch- und Fischsuppe - sein Kommentar: ok. Ich esse Palatschinken mit Vanillecreme, Schlagsahne und Eis. Es ist richtig lecker. Auf der Rechnung sehen wir zum ersten Mal, dass per zusätzlich aufgedrücktem Stempel ein Servicebetrag von 10% handschriftlich dazu gerechnet wird. Trinkgeld hätte es mehr gegeben - so aber nicht.
17.2.2016 Zum Frühstück gehen wir heute in ein benachbartes Café, die Prazirna Kavarna. In den Google-Rezensionen wurde von der besten je getrunkenen heißen Schokolade geschwärmt - dem Urteil kann ich mich nicht anschließen. Auch der Kaffee schmeckt Andreas nicht. Der Kuchen - Heidelbeer/Sahne, Schoko/Mokka - ist ok.
Im Na Brezance isst Andreas zum Mittag Krautsuppe und Gulasch; ich kann leider noch nicht essen.
Nach einem Spaziergang zum Na Pasece passt wieder etwas; die Kellnerin macht sich die Mühe uns die Tagessuppe per Translater im Handy zu übersetzen - es ist Dill mit Pilzen - schmeckt ein bisschen sauer, ist aber sonst ganz gut. Andreas nimmt lieber eine Hühnersuppe.
Nächste Station ist das 2+kk. Hier probiert Andreas zum ersten Mal ein Polotmavy - ein halbdunkles Bier, ist positiv überrascht, trinkt danach aber trotzdem lieber ein Porter. Ich wähle einen Café Latte mit leckerem warmen Schokokuchen. Nach einer Weile taut der Kellner plötzlich auf, spricht deutsch (bisher englisch) mit uns und lässt Andreas sogar eine kleine Rum-Probe machen. Außerdem erklärt er uns einiges zu tschechischen Bieren und wir versuchen es uns zu merken.
Im BestCeler trinken wir zum ersten Mal HubertusBier und sind zufrieden. Die Zwiebelcremsuppe dazu ist richtig lecker und es ist sehr günstig - gefällt uns!
Das Sokolovna bietet halbdunkles Gambrinus an, das sich gut trinken lässt. Die Hühnersuppe ist sehr dünn - mit einem bisschen Pfeffer geht's.
Im U Bohouse schmecken die Biere - dunkles Granat und IPA - richtig lecker; auch die Dillsuppe ist hier gut - die Rinderbrühe nicht (die geben wir diesmal sogar zurück).
Nach so vielen Kneipenerfahrungen brauchen wir etwas Bewegung, spazieren durch den Riegrovy Garten und schauen uns die Rückseite des Bahnhofs an.
Die nächste Pause machen wir in der Pivoteka Illegal Beer. Der Kellner lässt sich kurz unsere Lieblingsgeschmacksrichtung erklären, bringt dann ein dunkles IPA für Andreas und ein helles fruchtiges IPA für mich - beide sind superlecker. Da ist es gar nicht schlimm, dass es hier etwas teurer ist.
Zum Abendessen wollen wir wieder im Pivovarsky Dum einkehren. Dort ist aber leider kein Platz für uns frei. Wir landen daraufhin im Na Krizovatce, einer kleinen Kneipe der Einheimischen, in der es die Speisekarte wirklich nur auf tschechisch gibt und auch die Kellnerin kein Wort deutsch oder englisch spricht. Zum Glück kommen wir inzwischen so gut mit der Sprache klar, dass wir ungefiltertes Gambrinus, Milchkaffee, Zwiebelsuppen, Hühnchensteak mit Camembert und Kartoffelecken bestellen können. Auf den nachfragenden Wortschwall antworte ich nur mit lächelndem Nicken - keine Ahnung, was sie noch wollte; aber alles, was wir gekriegt haben, war sehr gut.
18.2.2016 Im U Regenta bemüht sich der Kellner sehr um uns und spricht dabei sogar ganz gut deutsch. Diesmal trinkt Andreas ungefiltertes Herman Bier, das ihm schmeckt. Auch das Essen - Erbsensuppe, Medaillons von Huhn, Schwein und Rind mit Käse überbacken und Bratkartoffeln - ist sehr gut.
Aufgrund einer Google-Empfehlung gehen wir dann noch ins Hostinec Respublica - es sieht ganz gut aus, einige Einheimische scheinen hier ihre Mittagspause zu verbringen. Kaffee und Bier (Krusovice) schmecken aber nicht - wir lassen es sogar stehen, was wir äußerst selten tun.
Das Kulovy Blesk gehört zu einem Hostel direkt an der Hauptstraße - und hier gibt es Biersorten!!!! Wir sind begeistert, trinken aber tapfer jeder nur eins: Andreas ein dunkles Antos Stout und ich ein Beskydsky Valentyn IPA - beide sind sehr gut.
Der nächste Spaziergang führt zur Moldau hinunter, einige empfohlene Bierkneipen unterwegs lassen wir aus, weil sie uns gar nicht gefallen. Im Stara Doba legen wir eine Bierpause ein und nehmen das Tagesangebot: Espresso Lungo mit Honigkuchen.
Dann gehen wir weiter zur Hauptstraße und stehen plötzlich vor dem Tanzenden Haus, von dem ich schon viel gelesen habe. Da müssen wir also auch gleich hinein. An der Bar im Dachgeschoss ist eine Terrasse, für die man Eintritt bezahlen muss, es sei denn, man kauft ein Getränk. Also gehen wir mit schönem warmen Milchkaffee die Aussicht auf die Moldau, den Hradcin und den Petrin genießen.
Nachdem unterwegs ein paar Ohrringe für mich abgefallen sind, kehren wir ins U Brejsku ein. Es ist ein sehr günstiges Lokal - Polotmavy und Brokkolisuppe sind ok.
Am Pivovar Narodni sind wir schon öfters vorbei gekommen, haben es aber ausgelassen, weil es von außen sehr nobel wirkt. In der Google-Empfehlung wird das hausgebraute Lion-Bier gelobt; also gehen wir jetzt doch hinein. Es ist eine gute Bierkneipe mit Steakzubereitung auf Holzkohle. Wir probieren aber nur das Polotmavy 13 - es schmeckt wirklich gut, nur die Gläser sind mal wieder nicht richtig voll.
Auch im Prazsky Most u Valsu probieren wir gutes hausgemachtes Bier. Der Kellner ist ein bisschen enttäuscht darüber, dass wir hier nichts essen wollen; aber das machen wir
im U tri ruzi. Hier waren wir beim letzten Mal entsetzt wegen der Silvesterspezialpreise; aber heute ist ja alles wieder ganz normal. Es gibt unglaublich leckere Biere - ein Dark Rose, ein Monastic Special, ein Wiener Rotes und ein Dunkles Spezial, dazu Rinderbrühe und ein sehr gut gewürztes Hühnchen.
Für den Abend im Hotel kauft Andreas im U Dvou Kocek eine Flasche dunkles ungefiltertes.
Im Illegal Beer wollen wir noch einmal die leckeren Sorten von gestern - die sind aber leider beide ausgetrunken. Wir nehmen heute ein dunkles Kaffeebier und ein helles APA - auch lecker, aber nicht ganz so gut wie gestern.
19.2.2016 Zum heutigen Frühstück besuchen wir das If Café. Es ist modern, nobel und sehr teuer. Die gepriesenen Mousse-Kuchen (Pistazie für Andreas, Mango für mich) schmecken uns nicht so gut, weil sie einfach nur süß sind. Der Cafe Latte schmeckt für mich nach saurer Milch; Andreas erklärt mir, das sei der Espressogeschmack, den ich nicht gewohnt sei. Na gut - wenn das so schmecken muss, bin ich nicht Gourmet genug.
Die erste Spaziergangpause machen wir im Potrevena Husa. Es ist eine reine Staropramen-Kneipe. Ich probiere das Granat-Bier - das ist sauer; auch das dunkle scheint einen kleinen Stich zu haben, das ungefilterte ist langweilig. Dafür ist das Essen sehr interessant. Wir probieren ein typisch tschechisches Gericht: Gebratene Leberwurst mit geschälter Gerste, Knoblauch und Kartoffelbrei. Da das schlechte (und ja auch abgeräumte) Bier auf der Rechnung steht, gibt es auch hier kein Trinkgeld.
Da wir jetzt aber Durst haben, probieren wir bei Tom's Burger das Starosta-Bier - schmeckt!
Vom Prague Beermuseum Pub bin ich total begeistert. Hier gibt es eine Bierkarte und man kann die verschiedenen Sorten in drei Größen bestellen: 0.5 l, 0.3 l und 0.15 l zum Verkosten. Diese Variante gefällt mir am besten - wir bestellen Porter (lecker), Lucky Bastard IPA (lecker), Merlin (lecker), Zemsky (superlecker), Opat Chocolate (schokig), Masopustni (lecker), Bakalar Honey (ok), Matuska (lecker), Two Tales (lecker), Cornel Red Ale (lecker), Kvasar (ok), Demon (lecker), Real Deal Ale IPA (superlecker). Es ist für mich unfassbar, wie gut Bier schmecken kann. Eine Küche gibt's im Pub dafür nicht - die French Fries werden von einem Fahrradkurier gebracht.
Nach der Verkostung brauchen wir nun ein gutes Abendessen und finden es gleich um die Ecke im U Bendedikta. Wir wählen Knoblauchsuppe, Rindersteak und Mozzarella mit Tomaten. Andreas schafft sogar noch ein Bernhard-Bier, das ihm auch gut schmeckt.
20.2.2016 Nach dem gestrigen teuren Frühstücksreinfall nehmen wir heute eine kleine Bäckerei mit Stehtisch, die nicht für Touristen gedacht scheint. Die Verkäuferin ist ein bisschen ruppig, mit Kaffee und Kuchen sind wir aber zufrieden.
Für das Mittagessen haben wir uns das Hajnovka ausgesucht. Es wirkt ganz schön nobel, das Menü ist aber richtig günstig: Brokkolikrem, Krautsuppe mit Paprikawurst, Rindersteak mit Pfeffersoße, dazu ein Polotmavy Gambrinus - es ist alles sehr lecker.
Im Biermuseum gibt es eine recht interessante Ausstellung zur Geschichte des Bierbrauens. Der Eintrittspreis von 280 CZK pro Person beinhaltet eine Verkostung von vier Bieren - einem hellen, einem Weizen, einem IPA und einem Dunklen. Sie schmecken alle recht gut, kommen aber nicht an die anderen Sorten im dazugehörigen Pub heran.
Bevor wir dort noch einmal einkehren, sorgen wir im benachbarten Lokal mit Würstchen+Nudeln und Hühnerbrust+Kartoffelbrei für eine ordentliche Grundlage. Andreas mag das Kozel-Bier eigentlich nicht so - das ungefilterte Dunkle schmeckt ihm hier aber doch. Ich probiere einen Mix aus hellem Bier und hausgemachter Lemon-Soda mit einer Schicht Fruchtfleisch darauf. Auch das schmeckt überraschend gut.
Und dann beenden wir unseren Pragausflug mit einer letzten Einkehr im Prague Beermuseum Pub. Zusätzlich zur gestrigen Auswahl probieren wir heute noch das Lobkowicz Ale und das Frankies. Meine Favoriten bleiben aber Zemsky und das eigens für dieses Biermuseum geschaffene Real Deal Ale.

 

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