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Ohne Arbeit keine Kuchen.
tschechisches
Sprichwort

Unsere letzten Touren nach Prag haben nicht viel neues gebracht. Deshalb hatte ich auf das Schreiben weiterer Tagebucheinträge verzichtet. Aber diesmal ist das anders. Wir erleben eine gelungenen Mix aus Altbekanntem und -beliebtem und neu Kennengelerntem.
 

3.2.2018

Durch einen Abstecher nach Cottbus kommen wir erst relativ spät in unserem Hotel Arlington an. Da wir hier schon öfters waren, geht das Einchecken schnell und wir fahren zielgerichtet mit der Metro zum Pivovar Narodni. Bier und Essen schmecken hier zuverlässig gut. Wir entscheiden uns heute nur für eine Kleinigkeit, holen uns aber schon Appetit für den nächsten Besuch.

Den Abend beenden wir bei einer Bierverkostung im U Kunstatu, einer versteckten kleinen Bierbar. Hier kann eines der am besten erhalten romanische Kellergewölbe aus dem 12. Jahrhundert besichtigt werden. Zur Bierprobe gibt es also gleich noch ein bisschen Kultur.
 

4.2.2018

Beim Spaziergang durch die Stadt schauen wir durch die großen Fenster ins Französische Restaurant des Obecni Dum und entdecken dort einen Sonntagsbrunch. Spontan entscheiden wir, dass wir das auch wollen und leisten uns mal wieder ein bisschen Dekadenz, schwelgen dabei in Moskauerinnerungen und freuen uns auf den geplanten Pfingsturlaub. Nachdem wir von kleinen Hors d'oeuvres über Suppen, verschiedene Fleisch- und Fischsorten, Gemüse und Kraut, kleine Küchlein und Eis alles probiert, dazu Bier und Weißwein getrunken haben,

werden wir von eigenartigen Wassergeräuschen in den Keller des Hauses gelockt. Es ist aber keine Schwimmhalle oder ähnliches, sondern nur ein Zimmerspringbrunnen, der an der Wand herabrauscht. Wir schauen uns hier alles in Ruhe an und brauchen dann einen Verdauungsspaziergang.

und wandern auf die Kleinseite zum Strahovkloster. Mit Decken und Heizlampen können wir gut draußen sitzen. Ich erledige mit dem Haus-WLAN meine "Büroarbeiten" und Andreas lässt sich das gute Halbdunkle schmecken. Zum Schluss haben wir gemeinsam 6 Liter geschafft - das haben wir gar nicht so gemerkt. Und es geht uns nach wie vor sehr gut.

Das ist wohl der Grund, aus dem wir noch einmal ins U Kunstatu einkehren. Das einzige, was jetzt jedoch als Erinnerung bleibt, ist, dass wir die letzte Metro verpassen und mit dem Taxi zum Hotel zurück fahren müssen.
 

5.2.2018

Weil wir den Pragurlaub spontan verlängert haben, müssen wir heute das Hotel wechseln. Zwischen Aus- und Einchecken machen wir Halt im U Sadu für ein leckeres Mittagessen.

Auf dem Altstadtring lockt mich schon lange das Dali-Mucha-Warhol-Museum. Ich möchte mir allerdings nur die Werke von Dali ansehen. Es soll die größte Sammlung Europas sein. (Eine Ausstellung haben wir im Moskauer Puschkinmuseum schon gesehen.) Auf einem Foto am Einlass sehe ich zum Glück noch rechtzeitig, dass die Bilder alle hinter Glas ausgestellt sind. Und das hab ich in Moskau schon festgestellt, fasziniert mich gar nicht, weil die Bilder hinter Glas einfach nur die Wirkung eines Druckes haben. Und davon habe ich in Dali-Kalendern genug zu Hause.

Also wechseln wir den Plan und verbringen zwei Stunden mit lustigem Straßenbahnendstationfahren - das ist besser als jede Stadtrundfahrt. Wir landen im Basecamp, einem Laden, in dem ungefähr 400 verschiedene Biersorten angeboten werden und kosten einige Zivovech-Sorten, ein Orangen-IPA von Raven und ein Malesov-IPA. Und direkt hinter mir hängt mein Lieblings-Bier-Plakat:

Im Kulovy Blesk gibt es dann leckeres Abendessen und diverse IPA-Biere. Andreas' Favourit ist ein Kirsch-Imperial, das mich aber gar nicht begeistert.
 

6.2.2018

Auch heute gibt es vor diversen Bierverkostungen ein bisschen Kultur. Wir spazieren zum Fernsehturm. Aus 93m Höhe haben wir einen tollen Blick auf die Stadt. Die Restaurants auf der Ebene bei 66m sind zwar sehr hübsch, aber wir freuen uns auf das benachbarte U Sadu, in dem wir viel lieber einkehren.

Vorher bummeln wir noch über einen alten jüdischen Friedhof.

Auf dem Weg zur Metro kommen wir am BeerGeek vorbei. Das Pub kennen wir schon; hier ist der passende Laden dazu, in dem über 500 verschiedene Biersorten angeboten werden. Wir probieren Obstsalat (tatsächlich Fruit salad) als Fassbier und fotografieren von verschiedenen Flaschen die Adressen der Brauereien. Da können wir im Sommer mal hin fahren. Dann kaufen wir noch ein "Oops I did it again" für meine Lieblingsfreundin, weil das der Slogan unserer Pragtouren ist.
Mit der Straßenbahn fahren wir zum Benedict-Kloster, kaufen direkt in der Brauerei Biersekt für mich, IPA für Andreas und setzen uns auf eine Bank in die herrliche Nachmittagssonne. Als die hinter den Häusern verschwindet wird es zu kalt. Und auf der Suche nach einer Toilette finden wir auf dem Klostergelände eine neue Bierkneipe mit den hier gebrauten Sorten. Da ist eine Einkehr natürlich Pflicht. Und wir freuen uns, dass es im Vergleich zur Brauerei keine Preisaufschläge gibt.
Da wir uns so über die Läden mit den vielen verschiedenen Biersorten gefreut haben, erinnern wir uns an das Zly Casy und haben auch eine gewisse Vorstellung, wie wir dort hinkommen. Tapfer fahren wir am Pivovar Narodni vorbei und finden unser Ziel tatsächlich sofort.

Da wir aber von einem äußerst mürrischen ungepflegten Barmann alles andere als willkommen geheißen werden, kehren wir sofort um und fahren mit der nächsten Bahn zurück zum Pivovar Narodni, wo wir wissen, dass leckeres Bier und eine richtig gute Kalbshaxe auf uns warten.

 

7.2.2018

Zu typisch tschechischem urigem Mittagessen kehren wir ins U Dandu ein, spazieren zur nächsten Metrostation und kaufen uns dort einen Kaffee. An dem Stand werden auch viele lecker aussehende Kuchenstückchen verkauft und während wir auf die Zubereitung des Kaffees warten, müssen wir einen lechzenden Eindruck machen. Die Verkäuferin möchte uns gern eines schenken - und wenn wir das nicht wollen, dann doch ein anderes. Wir bleiben standhaft, auch wenn es schwer fällt.

Weil sich an der Straßenbahnlinie 22 die Streckenführung verändert hat, steigen wir ein, um einfach mal zu sehen, wo sie jetzt entlang fährt. Wir kommen in einen Teil Prags, den wir noch gar nicht kennen und sehen im Vorbeifahren das Beer Time, das mit 13 verschiedenen Craftbeer-Sorten wirbt. Hier müssen wir natürlich zum Probieren einkehren und trinken tatsächlich Sorten, die wir bisher noch nicht kannten. Und Verkostungen gibt es auch - vielleicht beim nächsten Mal!

Zum Abendessen wollen wir in die Klosterschenke des Benedict-Klosters. Es gefällt uns aber alles gar nicht, deshalb gibt es nur zwei Bier und Ziegenkäse mit Blaubeersoße. Dann wechseln wir wieder nach nebenan, wo wir gestern schon waren. Das eigentliche Abendessen gibt es dann beim Norbert im Strahovkloster. Hier schmeckt meinem lieben Mann das Bier am besten.

Auf dem Heimweg kommen wir am Toilettenmuseum vorbei, das wir bisher noch nie gesehen haben. Schon die Außengestaltung ist so interessant, dass wir uns das für später vornehmen und mal wieder ein neues Ziel für unser Prag haben.
 


 

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