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Kein Mensch ist gelehrt vom Himmel gefallen.
tschechisches
Sprichwort

26. - 28.5.2017

Unser recht kurzfristiger Entschluss, das lange Wochenende in Prag zu verbringen, konnten wir nur durch pures Glück in die Tat umsetzen, denn es gab eigentlich keine freien Hotelplätze mehr. Nach langem Suchen fanden wir dann doch ein sogar sehr günstiges Angebot - zwar etwas außerhalb des Zentrums aber dafür direkt an einer Metro-Station neben der O2-Arena buchten wir unser Zimmer im Hotel Arlington.

Weil ich dachte, in Prag würden wir inzwischen alle interessanten Sehenswürdigkeiten und alle Restaurants mit leckeren Angeboten kennen, wollte ich eigentlich kein Tagebuch schreiben und ließ den Fotoapparat zu Hause. Zum Glück hat mein Handy eine gute Kamera und mein Mann gute Nerven, denn es kam wieder einmal anders als gedacht.
 

26.5.2017

Am Platz der Revolution steigen wir aus der Metro aus, um noch einen kleinen Spaziergang zu machen - landen zuerst im U dvou Kocek (Bei den zwei Katzen), wo wir bei herrlichem Wetter schön draußen sitzen können. Für das Abendessen finden wir einen Platz im Gartenlokal des Pivovar Narodni (beim Löwenbier). Im U Medvidku (Beim Bären) kommen wir beim guten Hausgebrauten mit zwei Hallensern ins Gespräch, die am Nachbartisch sitzen und kehren mit ihnen gemeinsam gleich noch einmal bei den zwei Katzen ein.

Bei unserer Verabredung in der Pivoteka Illegal Beer schwächeln sie aber schon,

so gehen wir also allein weiter bis zum Kulovy Blesk (Kugelblitz). Nach einem leckeren Abendessen und dem Genuss diverser Lieblingsbiersorten bin ich froh, dass wir heute mit der Metro zum Hotel zurück fahren.
 

27.5.2017

Weil die Sonne so herrlich lacht, wollen wir uns nicht in den Prager Untergrund verkriechen und nutzen deshalb die Straßenbahn. Völlig planlos steigen wir in die erste, die kommt, ein und warten, ob wir unterwegs etwas Schönes sehen. Und tatsächlich fällt uns genau an einer Haltestelle ein tolles Gebäude ins Auge.

Wir sind am Prumyslovy Palast im Stromovka-Park gelandet, den wir uns leider nur von außen ansehen können, weil drinnen ein Tanzgruppen-Wettbewerb stattfindet. Gleich daneben steht ein ebenfalls sehr eindrucksvolles Lapidarium, das zum Nationalmuseum gehört. Auf dem Gelände ist gerade die Körperwelten-Ausstellung zu Gast. Die kennen wir aber schon, gehen also nicht hinein. Ein Stück weiter steht eine Glaspyramide, die das Musical-Theater "Goja" beherbergt. Auf einem kleinen Rummel tummeln sich die Mädchen der Tanzgruppe mit ihren Eltern. Das Gebäude, in dem ein Panorama untergebracht sein soll, und das Planetarium sind leider geschlossen.
Zum krönenden Abschluss unserer Runde landen wir auf einem lateinamerikanischen Speisen- und Getränkefestival. Das Essen sieht zwar lecker aus und riecht auch sehr gut - wir haben aber leider gerade gar keinen Hunger. An die exotischen Früchte wage ich mich auch nicht heran. Andreas riskiert ein Bier - mir ist es dafür zu heiß. Ich entscheide mich deshalb für hausgemachte Zitronenlimonade - sehr lecker!
Am Ausgang finden wir zwei weitere Hinweise: Wasserspiele auf diesem Gelände heute Abend und ein Bierfestival, das heute zu Ende geht. Ein junger Mann, der einen Wahlwerbestand des tschechischen Präsidenten Zeemann betreut, erklärt uns den Weg dorthin. Und wir stellen erstaunt fest, dass wir zu den Letenske Sady müssen, einem Park, den wir uns sowieso anschauen wollten. Direkt an der Moldau steigen wir also aus der Straßenbahn und machen uns an den Aufstieg, der mit einem tollen Blick auf die Prager Innenstadt belohnt wird.
Das Bierfestival besteht aus einem großen weißen Zelt, in dem drückende Hitze brütet. Es sind verständlicherweise nur einige wenige der Bierbänke besetzt. An zwei Verkaufsständen wird eine uns unbekannte Biersorte angeboten, was ich mir bei einem Bierfestival doch ein bisschen anders vorstelle. Der Eintrittspreis kostet auch für die letzten Stunden noch so viel, wie es für die gesamte Woche gekostet hat - das gefällt uns alles nicht. Da finden wir doch sicher etwas schöneres.
Eine der beiden anliegenden Straßenbahnlinien fährt zum Brevnovsky Kloster. Bier haben wir hier schon gekauft; das Restaurant soll auch gut sein, also wollen wir es probieren.
Zunächst werden wir aber mit einem Mittelaltermarkt überrascht. Die Gruppe Quercus macht richtig gute Musik mit Trommeln, Lauten, Flöten, Dudelsack, Kniegeige und Gesang. Von der anschließenden Fechtshow ist sogar Andreas begeistert, dem solche Veranstaltungen sonst weniger zusagen. Er trinkt das gute Klosterbier; ich bleibe aus Hitzegründen wieder bei der hausgemachten Limonade - diesmal mit Orange. In der Klosterschenke essen wir eine Pilz- und eine Griessuppe, dann eine Lammhaxe auf Rahmspinat - alles superlecker!
Nun brauchen wir einen Verdauungsspaziergang, weil ich natürlich schon meinen Abendessenwunsch im Hinterkopf habe. Wir spazieren also zum Strahov-Kloster, unterhalten uns hier bei einem Bier im Pivovar mit ein paar lustigen Italienern,
und dann am Petrin vorbei durch die Obstplantage mit der schon fast obligatorischen Eichelhäherbeobachtung zum U Krize, denn hier gibt es der Welt beste Tomatensuppe. Andreas liebt die Pizza hier, so sind wir beide sehr zufrieden. Zum Abschluss des Tages und somit auch unseres Kurzurlaubes wünsche ich mir eine Bierverkostung im Prague Beer Pub Museum.

 

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